3. AMD Bodensee-Oberschwaben

Annina Schopen,

Additive Fertigung und 3D-Scannen zum Anfassen

Der 3. Additive Manufacturing Day Bodensee-Oberschwaben zeigt die Welt des 3D-Drucks und 3D-Scannens im Erwin Hymer Museum in Bad Waldsee. Teilnehmende können erfahren, wie vielfältig die additive Fertigung eingesetzt werden kann und welche Wettbewerbsvorteile dadurch entstehen.

Eindrücke vom AMD Bodensee-Oberschwaben 2022. © 3D-Model

Der Additive Manufacturing Day Bodensee-Oberschwaben hat es sich zum Ziel gesetzt, über die vielfältigen Anwendungsmöglichkeiten von 3D-Druckern und 3D-Scannern zu informieren. Und wer könnte dies besser als die Anwender selbst? Deshalb kommen am 23. März 2023 nicht nur namhafte Hersteller wie Formlabs und Markforged zu Wort, sondern auch Fachexperten aus der Praxis.

Einblicke zur Arbeit mit 3D-Druckern gibt es unter anderem von Vetter Pharma (3D-Druck in der Ausbildung) und Verallia Deutschland (3D-Druck im Produktdesign). Zudem werden 3D-Drucker aus den Bereichen SLA (Stereolithografie), SLS (Selektives Lasersintern) und FFF (Fused Filament Fabrication) vor Ort gezeigt. Darauf gefertigte Musterteile aus unterschiedlichen Materialien sollen den Teilnehmer:innen einen Eindruck über die Optik, Haptik und mechanischen Eigenschaften der 3D-Drucke vermitteln. Auch mobile 3D-Handscanner von Artec 3D können im Erwin Hymer Museum getestet werden. Diese kommen beispielsweise beim Reverse Engineering oder in der Qualitätskontrolle zum Einsatz.

Das Programm des AMD ist ein Mix aus der Welt des 3D-Drucks und 3D-Scannens. Für die Teilnehmer:innen ist es eine Gelegenheit die Einsatzmöglichkeiten der additiven Fertigung live zu erleben oder sich zu bereits konkreten Ideen und Projekten beraten zu lassen. Veranstalter des Events ist die Firma 3D-Model. Der Vertriebsspezialist für 3D-Drucker, 3D-Scanner und 3D-Software ist bereits seit über zehn Jahren in dieser Branche aktiv mit Niederlassungen in Bad Waldsee und Zürich.

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Der Eintritt zum AMD Bodensee-Oberschwaben ist frei, eine Voranmeldung unter ist aber erforderlich.

Vorteile des 3D-Drucks

Der 3D-Druck ist schneller, materialsparender und kostengünstiger als subtraktive Fertigungsverfahren. Die Integration der additiven Fertigung in die bestehenden Produktionsabläufe kann somit dem zunehmenden Druck durch Materialknappheit und Lieferkettenschwierigkeiten entgegenwirken. Zudem können komplexe Geometrien gefertigt werden, die mit konventionellen Produktionsverfahren nicht bzw. nur unter Einsatz von Fügetechnik machbar sind.

3D-Drucker sind platzsparend und können von nahezu allen Personen, die bereits mit CAD-Programmen arbeiten bedient werden. Die Durchlaufzeiten sind kurz und es gibt eine große Spannbreite an druckbaren Materialien. Dazu gehören (biokompatible) Kunststoffe, Metalle und Keramiken. Werkstoffe wie Polypropylen, ABS oder Silikonkautschuk können problemlos durch druckbare Kunstharze ersetzt werden. Selbst Metallteile können beim 3D-Druck durch galvanisierte Kunstharze, kohlenstofffaserverstärktes Nylonpulver oder endlosfaserverstärkte Teile ersetzt werden.

Dabei wird gleichzeitig Gewicht eingespart. Bei den Toleranzen erreichen SLA 3D-Drucker inzwischen eine Untergrenze von ±0,1 mm, abhängig von Material und Nachbearbeitung. Durch die schnelle Verfügbarkeit, die leichte Bedienbarkeit und den geringen Materialverbrauch können Prototypen, Kleinserien oder auch nicht verfügbare Ersatzteile wirtschaftlich betriebsintern hergestellt werden. Dies spart Zeit, vermeidet Produktionsausfälle und verringert Abhängigkeiten von Lieferanten

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