3D-Druck-Lizenzshop

Annina Schopen,

On-Demand-Produktion von Ersatzteilen

Daimler Buses und Seifert erproben in einem Pilotprojekt die Produktion von Ersatzteilen mittels Additiver Fertigung. Das reduziert Lagerkapazitäten und bringt örtliche Flexibilität.

Mit dem 3D-Druck-Projekt gelangt die sichere On-Demand-Produktion von Ersatzteilen in greifbare Nähe © Seifert

Die Ersatzteilversorgung von bestimmten Produktgruppen wird sich durch die Additive Fertigung nachhaltig verändern. Ersatzteile erst dann zu produzieren, wenn sie benötigt werden, reduziert die Lagerkapazitäten bei schonendem Ressourceneinsatz. Gleichzeitig bringt die Fertigung mit 3D-Druckern auch den Vorteil der örtlichen Flexibilität mit sich, sodass Ersatzteile zukünftig direkt dort produziert werden können, wo sie benötigt werden.

Als Pilot-Kooperationspartner von Daimler Buses ist die Seifert Logistics Group an der Erprobung und dem Roll-out der dezentralen Fertigung bei Daimler Buses beteiligt. Um benötigte Ersatzteile von Daimler Buses jederzeit und überall drucken zu können, ist ein sicheres und digitales Lizenzsystem zum Schutz des geistigen Eigentums erforderlich, welches von Daimler Buses in Form eines E-Shops für Drucklizenzen umgesetzt wurde.

Bauteile werden dort zunächst online als verschlüsselte Downloads an die Kunden verkauft. Damit erwerben diese eine Vorlizenz zur Verwendung des verschlüsselten 3D-Modells zur Arbeits- bzw. Druckvorbereitung und eine tatsächliche Drucklizenz des benötigten Ersatzteils, mit der genau so viele Exemplare gedruckt werden können, wie der Kunde benötigt und erworben hat.

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Möglich ist dies durch die Verschlüsselungs- und Lizenzierungslösung Codemeter von Wibu-System und zertifizierten 3D-Druckern von Farsoon Technologies, wie sie bei dem Kontraktlogistiker in Ulm seit zwei Jahren zum Einsatz kommen.

Der gesamte Prozess, vom Lizenzerwerb bis zum finalen Druck des Ersatzteils, wurde von der 3D-Druck Abteilung bei Seifert auf Funktionsfähigkeit und Optimierungspotentiale geprüft, mit dem Ergebnis, dass die gedruckten Bauteile alle Qualitätsanforderungen erfüllen, so das Unternehmen. Zukünftig positioniert sich Seifert neben 3D-Druck-Fertigungsdienstleistungen auch als Daimler Buses-Servicepartner und produziert hierfür das benötigte Ersatzteil.

Somit können verschlüsselte Lizenzen sicher, ortsunabhängig und jederzeit online erworben werden, um diese anschließend auf zertifizierten Anlagen, wie sie bei Seifert zu finden sind, Ersatzteile zu drucken. Mittels 3D-Druck wird der benötigte Zeitbedarf und Aufwand einer konventionellen Fertigung deutlich reduziert.

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