Integration in die Prototal-Gruppe

Annina Schopen,

1zu1 strebt zehn Prozent Wachstum an

Das Dornbirner High-Tech-Unternehmen 1zu1 plant den Einstieg in neue Märkte in Zentral- und Nordeuropa. Nach einem Umsatzplus von rund zehn Prozent 2022 sind für 2023 weitere zehn Prozent Wachstum geplant. Gründer und Geschäftsführer Wolfgang Humml geht Ende 2023 in den Ruhestand.

(v. l. n. r.): Hannes Hämmerle (Geschäftsführer 1zu1), Jan Löfving (CEO Prototal) und Wolfgang Humml (Geschäftsführer 1zu1). © Darko Todorovic

1zu1 und Eigentümer Prototal streben im kommenden Jahr 10 Prozent Wachstum für Dornbirn an und auch der der gruppenweite Umsatz soll bis 2025 verdoppelt werden. Das internationale Unternehmensnetzwerk mit Sitz in Schweden sieht sich damit auf dem Weg zum größten 3D-Druck-Anbieter Zentral- und Nordeuropas. 1zu1 ist das größte Unternehmen der Prototal-Gruppe und zieht nach knapp zehn Monaten als Teil der Gruppe Bilanz: „Wir bereichern Prototal mit unserer Premium-Qualität, lernen voneinander und profitieren von der enormen Fertigungstiefe vom Prototyp bis zur Millionen-Serie. Dieses international verfügbare Gesamtangebot ist einzigartig“, freut sich 1zu1-Geschäftsführer Hannes Hämmerle.

Die Integration sei nach Plan verlaufen. Liefersicherheiten, Know-how-Transfer, internationale Vertriebsnetzwerke und beschleunigte Materialeinführungen förderten bei 1zu1 schon im ersten Jahr als Prototal-Mitglied den wirtschaftlichen Aufwärtstrend. Nach 2021 erwartet das Unternehmen auch 2022 wieder ein Umsatzplus von rund zehn Prozent. Im kommenden Jahr ist eine Steigerung um weitere zehn Prozent geplant – auch beim Personal wird aufgestockt. „Wir wachsen weiter und werden auch in Zukunft unsere Gewinne am Standort Dornbirn investieren“, freut sich Hämmerle.
Bis 2025 will Prototal durch Zukäufe innovativer Unternehmen weitere Märkte erschließen und bestehende ergänzen. Ziel ist die Betreuung der Kunden in ganz Europa über den gesamten Produktlebenszyklus in allen Technologien der Gruppe: 3D-Druck, Vakuum- und Spritzguss.

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Wissenstransfer, Weichstellung und Nachhaltigkeit

Best-Practice-Beispiele wie die von 1zu1 entwickelte ERP-Software erhöhen die Effizienz in der Gruppe. „Wir profitieren vom Netzwerk und die anderen Standorte von uns. Gemeinsam sind wir stärker“, ist Geschäftsführer Wolfgang Humml überzeugt. Der Firmengründer wird sich Ende 2023 nach mehr als 26 Jahren in den Ruhestand verabschieden. Bis dahin will er die gruppenweite Implementierung des ERP-Programms und die optimale Übergabe der Funktionsbereiche Produktion, HR, IT sowie Qualitätssicherung und -management unterstützen. Ab 2024 soll Co-Gründer Hannes Hämmerle das Unternehmen als alleiniger Geschäftsführer mit erweitertem Führungsteam leiten.

1zu1 mit Firmensitz in Dornbirn ist das größte Unternehmen der schwedischen Prototal-Gruppe. © Darko Todorovic

Die Vorteile des Netzwerks will 1zu1 künftig auch beim Thema Nachhaltigkeit nutzen. „Die gesamte Kunststoffbranche wird sich in Zukunft immer mehr mit dem Klimaschutz auseinandersetzen müssen. Wir wollen vorangehen und mitgestalten“, erklärt Hämmerle. Die Unternehmensgruppe verwendet im 3D-Druck bereits biobasierte Werkstoffe, während in Schweden der Einsatz von Post-Consumer-Recyclingmaterial (PCR) forciert wird. Nicht zuletzt sorgen die Standorte von Norwegen bis Italien für kürzere Transportwege zu den Kunden.

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