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Kreuzfahrtschiff!

allein das Wort zergeht auf der Zunge: Urlaub, Sonne und Delphine am Bug. Oft vergessen ist jedoch die Arbeit, die hinter der Konstruktion und des Baus eines solchen Schiffes steckt: Der Schiffbau ist eine hoch komplexe Aufgabe. Mehr als zehn Millionen Einzelteile, einige hundert Baugruppen und die Fertigung von Einzelstücken oder Kleinserien macht den Bau von Kreuzfahrtschiffen schwierig. Diese Komplexität und Vielfalt spiegelt sich in den Anforderungen an die Software wider. Deshalb arbeitet die Meyer Werft arbeitet auch zukünftig mit der modernsten Konstruktionssoftware. Die Papenburger Schiffbauer haben einen Auftrag zur Softwareentwicklung an die französische Softwarefirma Dassault Systèmes und IBM vergeben. Der Auftrag hat einen Wert im zweistelligen Millionenbereich. Um zukünftig weiter die modernsten und umweltfreundlichsten Schiffe bauen zu können, hat sich die Werft für die Plattform V6-Produktlebenszyklus-Management-Lösungen (PLM) entschieden. Die Meyer Werft, deren Kunden aus aller Welt kommen, gehört zu den erfolgreichsten europäischen Werften. Das Familienunternehmen wurde im Jahr 1795 gegründet und gehört zu den internationalen Marktführern beim Bau von Kreuzfahrtschiffen, Fähren, Flusskreuzfahrtschiffen und Gastankern. Die Werft war auf der Suche nach einer PLM-Lösung der nächsten Generation, mit deren Hilfe die Konstruktion und der Bau ihrer Schiffe noch effizienter gestaltet und mit dem die Innovationsfähigkeit weiter gesteigert und die immer komplexeren und größeren Schiff optimal gefertigt werden können. Im Jahr 2009 begann die Werft, die bereits zu den führenden Anwendern der Catia-Software von Dassault Systèmes für den Schiffbau gehört, ein umfangreiches Benchmarking durchzuführen. Schließlich entschied sich die Werft für die V6-PLM-Lösung von Dassault und IBM. "Wir wollen eine der innovativsten und effizientesten Werften auf der Welt sein. PLM ist ein wesentlicher Faktor, um unsere Innovationsfähigkeit und Effizienz beim Bau hoch komplexer Kreuzfahrtschiffe weiter zu steigern und unsere Marktanteile zu verteidigen", sagt Lambert Kruse, Geschäftsführer des Papenburger Unternehmens. "Unsere Entscheidung für die Catia V6-Lösung basierte auf der Tatsache, dass uns Dassault Systèmes mit diesem fantastischen Werkzeug die Möglichkeit gibt, unsere Schiffe deutlich effizienter zu entwickeln und unserer Fertigung zu einem sehr frühen Zeitpunkt noch präzisere Informationen zu geben." "Mithilfe von V6 ermöglicht die Meyer Werft ihren Entwicklungsingenieuren, Designern, Architekten, Planern und Fertigungsspezialisten in den Konstruktions- und Fertigungsbereichen als auch bei Zulieferunternehmen Online-Zugriffe auf die umfangreiche 3D-Daten und weitere Produktdaten ihrer Schiffe", so Jan Meyer, Konstruktionsleiter in Papenburg. "Die heutige Vertragsunterzeichnung untermauert unsere langjährige Partnerschaft mit der Meyer Werft und zeigt, dass Beratung und Implementierung heute mehr denn je von zentraler Bedeutung für die erfolgreiche Einführung eines PLM-Systems sind", so Martin Jetter, Vorsitzender der Geschäftsführung, IBM Deutschland. "IBM ist hervorragend aufgestellt in diesem Geschäftsfeld und hat viel Erfahrung bei der Umsetzung von PLM-Projekten." "Wir freuen uns sehr, bei der Entwicklung der PLM-Lösung der nächsten Generation als Partner der Meyer Werft tätig sein zu können. Beide Seiten sind davon überzeugt, dass eine langfristige Partnerschaft zur beidseitigen Wertschöpfung beiträgt", so Bernard Charlès, Vorstandssprecher von Dassault Systèmes. "Die Meyer Werft baut komplexe Schiffe für höchste Ansprüche. Dazu tragen hoch qualifizierte Mitarbeiter aus verschiedensten Disziplinen in Konstruktion und Fertigung bis hin zur Ablieferung bei. Mit der V6-PLM-Lösung unterstützen wir diese Prozesse mit unseren Erfahrungen aus der 3D-Echtumgebung im Flugzeug- und Automobilbau und tragen somit zur Verbesserung der Kommunikation und Verständigung unter allen Beteiligten bei." ee

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